Lesekissen: bequem und rückenschonend im Bett sitzen
Ein Lesekissen ist ein Rückenkissen mit zwei seitlichen Armlehnen und einer hohen Rückenlehne, das im Bett oder auf dem Sofa eine aufrechte Sitzhaltung stützt. Es füllt den Raum zwischen Rücken und Wand, hält die Wirbelsäule aufrecht und entlastet Nacken und Schultern, sodass Sie länger bequem lesen können. Dieser Ratgeber zeigt, wie ein Lesekissen wirkt, worauf es beim Kauf ankommt und wie Sie im Bett rückenschonend sitzen.
Was ist ein Lesekissen und wie hilft es?
Ein Lesekissen ist ein aufrecht stehendes Stützkissen mit hoher Rückenlehne und meist zwei seitlichen Armstützen. Es gibt dem Oberkörper Halt, wenn Sie im Bett oder auf dem Sofa sitzen und lesen, ein Tablet halten oder frühstücken. Statt sich an eine harte Wand oder einen weichen Kissenberg zu lehnen, sitzen Sie an einer geformten Lehne, die Rücken und Nacken in einer natürlichen Linie hält.
Der Nutzen liegt in der Haltung. Wer im Bett liest, rutscht schnell in eine gekrümmte Position mit rundem Rücken und nach vorn geschobenem Kopf. Genau diese Fehlhaltung belastet die Muskulatur. Ein Lesekissen wirkt dem entgegen, indem es den Rücken abstützt und die Arme auf Höhe hält. Wichtig zu wissen: Ein Lesekissen kann die Haltung unterstützen und Verspannungen vorbeugen, es heilt aber keine bestehenden Beschwerden.
Auch die Gelenke danken es Ihnen. Wenn die Rückenlehne den Oberkörper trägt, müssen Schulter- und Nackenmuskeln nicht ständig gegenhalten. Das ist besonders angenehm bei langen Leseabenden, in der Schwangerschaft oder in der Genesung nach einer Operation, wenn längeres flaches Liegen unbequem ist.
Warum belastet Lesen im Bett den Rücken und Nacken?
Lesen im Bett führt fast zwangsläufig zu einer ungünstigen Haltung: Der Rücken rundet sich, der Kopf sinkt nach vorn, die Schultern ziehen hoch. Diese Position hält die Muskeln in Dauerspannung, und schon nach kurzer Zeit machen sich Verspannungen in Nacken und Kreuz bemerkbar. Ohne Stütze fehlt dem Oberkörper der Halt, den ein Stuhl mit Lehne sonst bietet.
Wie verbreitet solche Beschwerden sind, zeigen die Zahlen. Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Alltagsbeschwerden. Laut gesundheitsinformation.de hat fast die Hälfte aller Menschen einmal im Jahr damit zu tun, und Muskelverspannungen sind die häufigste Ursache, oft ausgelöst durch langes Sitzen in ungünstiger Haltung. Eine schlechte Leseposition im Bett zählt genau dazu.
Ähnlich sieht es beim Rücken aus. Der Großteil der Rückenschmerzen ist unspezifisch, hat also keine einzelne strukturelle Ursache. Zu den typischen Faktoren gehören laut gesundheitsinformation.de Bewegungsmangel, eine schwache Rumpfmuskulatur und langes Sitzen in schlechter Haltung. Wer abends stundenlang zusammengesunken im Bett liegt, gibt dem Rücken keine Chance, sich zu entspannen.

Der Kopf spielt dabei eine unterschätzte Rolle. Je weiter er beim Lesen nach vorn kippt, desto mehr Gewicht müssen die Nackenmuskeln tragen. Ein Lesekissen hebt den Oberkörper an und bringt das Buch näher auf Augenhöhe, sodass der Kopf aufrechter bleibt und der Nacken weniger arbeiten muss.
Besonders profitieren Menschen, die ohnehin viel Zeit im Bett verbringen: Senioren, die abends lange lesen, Schwangere, denen flaches Liegen schwerfällt, oder Menschen in der Genesung. Für sie ist eine stabile Rückenstütze kein Luxus, sondern eine echte Entlastung für die Wirbelsäule, die sonst über Stunden in einer ungünstigen Position bliebe.
Worauf sollte ich beim Lesekissen achten?
Beim Kauf zählen vor allem Höhe der Rückenlehne, Festigkeit der Füllung und die Passform zu Ihrer Statur. Die Lehne sollte hoch genug sein, um den Rücken bis zu den Schultern zu stützen, und fest genug, um nicht sofort zusammenzusacken. Seitliche Armstützen sind ein Plus, weil sie die Arme beim Halten von Buch oder Tablet entlasten.
Ein Lesekissen ist ein aufrecht stehendes Kissen mit Rückenlehne, dessen Aufgabe es ist, den Oberkörper im Sitzen zu stützen. Damit es diese Aufgabe erfüllt, muss die Füllung stabil bleiben. Zu weiche Kissen geben unter dem Körpergewicht nach und lassen Sie doch wieder krumm sitzen. Ein waschbarer Bezug hält das Kissen hygienisch, gerade wenn es täglich im Bett genutzt wird.
| Merkmal | Worauf achten | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Höhe der Lehne | Reicht bis zu den Schultern | Stützt den ganzen oberen Rücken, nicht nur das Kreuz |
| Festigkeit | Fest, formstabil | Sackt nicht zusammen, hält die Haltung aufrecht |
| Armstützen | Seitlich, gepolstert | Entlasten Arme und Schultern beim Halten |
| Bezug | Abnehmbar, waschbar | Bleibt hygienisch bei täglicher Nutzung |
| Größe | Passend zur Statur | Zu klein stützt zu wenig, zu groß drückt vor |
Denken Sie auch an den Platz, an dem Sie lesen. Ein hartes Kopfteil aus Holz oder eine kalte Wand macht ein Lesekissen fast unverzichtbar. Steht dagegen ein gepolstertes Boxspringbett zur Verfügung, reicht oft ein kleineres Modell. Wie ein stützendes Kissen die Halswirbelsäule entlastet, lesen Sie im Beitrag über das Nackenkissen und seine Wirkweise.

Die folgende Infografik fasst zusammen, worauf es bei der Wahl und Nutzung eines Lesekissens am meisten ankommt.
Wie sitze ich beim Lesen im Bett richtig?
Die beste Leseposition hält Wirbelsäule, Nacken und Arme in einer entspannten Linie. Setzen Sie sich mit geradem Rücken an die Lehne, ziehen Sie das Gesäß bis an das Kissen heran und stützen Sie die Arme ab, statt Buch oder Tablet frei in der Luft zu halten. Der Kopf soll aufrecht bleiben, nicht tief auf die Brust gesenkt.
Bewegung bleibt trotzdem wichtig. Der britische Gesundheitsdienst NHS rät bei Rückenbeschwerden ausdrücklich, in Bewegung zu bleiben und lange Ruhephasen zu vermeiden, weil Aktivität die Erholung fördert. Ein Lesekissen ersetzt also keine Bewegung, es macht nur die Zeit, die Sie ohnehin im Bett verbringen, rückenschonender.
- Rücken anlehnen: Setzen Sie sich ganz an die Lehne, sodass der untere Rücken Kontakt hat.
- Arme abstützen: Legen Sie die Arme auf die Seitenstützen oder ein zusätzliches Kissen im Schoß.
- Kopf hochhalten: Heben Sie das Buch näher auf Augenhöhe, statt den Kopf tief zu senken.
- Beine entlasten: Ein flaches Kissen unter den Knien nimmt Spannung aus dem unteren Rücken.
- Position wechseln: Stehen Sie zwischendurch kurz auf und dehnen Sie sich.
Auch die Beleuchtung hilft indirekt der Haltung. Wer bei schlechtem Licht liest, beugt sich unbewusst näher zum Text und rundet den Rücken. Eine helle Leselampe hält Sie automatisch aufrechter. Wie Sie Ihr Schlafumfeld insgesamt optimieren, erfahren Sie im Ratgeber zu Schlafstörungen und Schlafhygiene.

Welches Kissen stützt zusätzlich den unteren Rücken?
Wer beim Lesen vor allem im Kreuz Beschwerden spürt, profitiert von einer gezielten Stütze für den unteren Rücken. Ein Lendenkissen füllt die natürliche Lücke zwischen Lendenwirbelsäule und Unterlage und hält die leichte Krümmung des unteren Rückens, statt ihn in eine runde Fehlhaltung sacken zu lassen. So bleibt die Wirbelsäule auch im Sitzen näher an ihrer neutralen Form.
Das Rückenstützkissen Lumbaris von Orthexa ist genau für diesen Zweck geformt. Es lässt sich hinter den unteren Rücken legen und ergänzt ein Lesekissen sinnvoll, indem es die Lendenpartie zusätzlich abstützt, ob im Bett, auf dem Sofa oder auf dem Bürostuhl. Es kann die Haltung unterstützen und den Rücken entlasten, ersetzt aber keine ärztliche Behandlung bei anhaltenden Schmerzen.
Sinnvoll ist eine solche Stütze vor allem für Menschen, die viel und lange sitzen. Regelmäßige Bewegung bleibt trotzdem der wichtigste Baustein, denn sie gilt als wirksamste Möglichkeit, wiederkehrenden Rückenschmerzen vorzubeugen. Ein gutes Kissen und ein aktiver Alltag ergänzen sich also, statt sich zu ersetzen. Welche Unterlage nachts am besten stützt, lesen Sie im Beitrag über Matratzentypen und ihre Vorteile.
Wann zum Arzt?
Verspannungen durch eine schlechte Leseposition sind meist harmlos und bessern sich, sobald Sie die Haltung ändern. Halten Rücken- oder Nackenschmerzen jedoch trotz guter Sitzhaltung und Stütze an, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen. Das gilt besonders bei zusätzlichen Warnzeichen.
- Anhaltende Schmerzen: Beschwerden, die trotz besserer Haltung über mehrere Wochen bleiben.
- Taubheit oder Kribbeln: Gefühlsstörungen oder Schwäche in Armen oder Beinen.
- Nächtliche Schmerzen: Schmerzen, die Sie regelmäßig aus dem Schlaf reißen.
- Nach einer Verletzung: Beschwerden nach Sturz oder Unfall.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Für eine Diagnose und einen Behandlungsplan wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Physiotherapeuten.
Häufig gestellte Fragen
Wofür ist ein Lesekissen gut?
Ein Lesekissen stützt den Oberkörper, wenn Sie im Bett oder auf dem Sofa aufrecht sitzen. Es hält den Rücken gerade und entlastet Nacken, Schultern und Arme beim Lesen, Fernsehen oder Arbeiten am Tablet. So sitzen Sie länger bequem, ohne in eine krumme Haltung zu sinken.
Ist ein Lesekissen gut für den Rücken?
Ein Lesekissen kann den Rücken entlasten, weil es eine aufrechte Sitzhaltung stützt und die Muskulatur weniger gegenhalten muss. Es ersetzt aber keine Bewegung und heilt keine Beschwerden. Wer bereits Rückenschmerzen hat, kombiniert es am besten mit regelmäßiger Aktivität und guter Haltung.
Wie groß sollte ein Lesekissen sein?
Die Rückenlehne sollte hoch genug sein, um den Rücken bis etwa zu den Schultern zu stützen. Zu kleine Kissen tragen nur das Kreuz, zu große drücken den Kopf nach vorn. Wählen Sie die Größe passend zu Ihrer Statur und zur Höhe Ihres Kopfteils.
Was ist der Unterschied zwischen einem Lesekissen und einem Lendenkissen?
Ein Lesekissen stützt den gesamten oberen Rücken beim Sitzen und hat meist Armlehnen. Ein Lendenkissen ist kleiner und stützt gezielt die Lendenwirbelsäule im unteren Rücken. Beide lassen sich gut kombinieren, wenn Sie sowohl aufrecht sitzen als auch das Kreuz entlasten möchten.
Kann ich mit einem Lesekissen auch schlafen?
Ein Lesekissen ist zum Sitzen gedacht, nicht zum flachen Schlafen. In halb aufrechter Position kann es aber angenehm sein, etwa in der Schwangerschaft oder bei Reflux. Zum eigentlichen Einschlafen sollten Sie in eine flache, ergonomisch stützende Schlafhaltung wechseln.
